Blutiges Gemetzel in der Südsteiermark

Tierschützer_innen fordern Gesetzesänderung: Fasane dürfen nicht als lebende Zielscheiben ausgesetzt werden!

Wien (OTS) – Der Herbst ist „Erntezeit“ für die steirische
Jägerschaft. Im Sommer wurden die Fasane „ausgewildert“, um sie 3
Monate später abschießen zu können. Der VGT hat die Jagden
beobachtet, kritisiert diese Praxis scharf und fordert eine
Gesetzesänderung. [LINK ZUM VIDEO]
(https://www.youtube.com/watch?v=r3OdHVpolbY)

Wildon, 3.11.2018
Schon zum zweiten Mal diesen Herbst haben sich etwa 30 Jäger, Treiber
und Hundeführerinnen versammelt, um Fasane zu schießen. Dafür wurden
beliebte Wanderrouten mit Schildern gesperrt, wohl auch, damit es
keine Zuschauer_innen gibt. Denn das, was sich hier abspielt, lässt
einem die Haare zu Berge stehen. David Richter vom VGT dazu: „Auf dem
Gelände oberhalb des Schlosses Schwarzenegg wird den ganzen Tag
geschossen. Mittendrin ist die Fasanen-Aufzucht-Station, in die Ende
Juli eine große Zahl von Fasanen ausgesetzt und aufgemästet wurde.
Selbst am Abend nach der Jagd waren rund um die Fasanerie noch
dutzende Fasane zu sehen, wie sie aufgeregt herumgeflogen und
-gelaufen sind und laut geschrien haben.“

Absurde Praxis
Seit Jahren schon dreht sich die Diskussion um Sinn & Zweck des
Aussetzens. Die Jäger_innen und die Vertreter_innen im Landtag rund
um Jäger-LR-Seitinger werden nicht müde zu behaupten, das Aussetzen
diene der Bestandesstütze. David Richter dazu: „Wie unsinnig ist das
denn, Tiere im Juli zur Vermehrung auszusetzen, wenn sie dann 3
Monate später wieder abgeknallt werden? Das ist nicht nur für uns
offensichtlich, dass da der „Jagdspaß“ im Vordergrund steht!“

Beobachtet werden die Jäger_innen nicht gerne bei ihrem Treiben. So
hat der Jagdverantwortliche in Wildon, Herr Dr. Frizberg, Notar in
Graz, verwaltungsrechtliche und zivilrechtliche Schritte gegen David
Richter angekündigt, weil dieser bei der Jagd anwesend war und sie –
ganz legal – dokumentiert hat. Um auf diese Jagden in Wildon
aufmerksam zu machen, gab es vor dem Büro von Herrn Frizberg eine
Versammlung, bei der die Öffentlichkeit mit Transparenten und
Flugblättern auf die Tierquälerei durch das Aussetzen und Abschießen
aufmerksam gemacht wurde.

Der VGT fordert, dass das Aussetzen zur unmittelbaren Bejagung
endlich verboten wird. Im Jahr des Aussetzens soll es keine Jagd im
entsprechenden Revier geben dürfen. Wenn eine angemessene
Bestandeszahl gegeben ist, soll das Aussetzen untersagt werden. „So
soll das Aussetzen rein zum Abschuss-Spaß gestoppt werden.“ Und:
„Etliche Jäger_innen sind wie wir gegen diese Praxis, es wird Zeit,
dass auch die politisch Verantwortlichen aufhören, die gängige Praxis
zu verteidigen und stattdessen im Sinne der Bevölkerung und der Tiere
einzuschreiten!“ schließt Richter.

VGT – Verein gegen Tierfabriken
David Richter
0676 5852629
medien@vgt.at
http://vgt.at

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