Würden Sie Ihr Kind alleine in ein autonom fahrendes Auto setzen?

IFWK-Executive Talk mit Charles Morgan: Britische Auto-Legende über autonomes Fahren, Datensicherheit und die Wiederentdeckung von Holz als tragenden Werkstoff im Automobilbau

Wien (OTS) – Werden mit dem Einzug autonom fahrender Fahrzeuge
klassische Autos aussterben? Sind E-Autos wirklich umweltfreundlicher
oder nur ein medialer Hype? Woraus werden die Autos der Zukunft
gebaut? Fragen wie diese nahm der Gründer des Internationalen Forums
für Wirtschaftskommunikation (IFWK), Rudolf J. Melzer, gemeinsam mit
dem ÖAMTC und NTT Data Österreich zum Anlass, einen der europäischen
Vordenker in Sachen Automobil, Charles Morgan, zu einem exklusiven
Round Table Gespräch nach Wien einzuladen. Mit dabei unter anderem
Oliver Schmerold, Direktor des ÖAMTC, Hermine Hackl,
Generalsekretärin der Kooperationsplattform Forst, Holz und Papier,
sowie Kai von Buddenbrock, Geschäftsführer von Bossard in Österreich.

„In Zukunft werden Autos mehr und mehr zum Lifestyleobjekt werden,
entkoppelt von der Funktion, jemanden von A nach B zu befördern. Denn
dafür wird es verschiedenste Mobilitätsmodelle geben“, stellte
Charles Morgan, größter Einzelaktionär des gleichnamigen britischen
Automobilherstellers, gleich zu Beginn des Abends in der
ÖAMTC-Zentrale in Wien-Erdberg fest. „Klassische Autos und Oldtimer
boomen mehr als je zuvor, da hier das Design und die Einzigartigkeit
im Vordergrund steht. Und das ist für Menschen, die es sich leisten
können, das Um und Auf.“

„Ich bin überzeugt, dass diese zwei Welten in Zukunft getrennt
werden müssen“, ergänzte Klaus Schmid, CEO von NTT Data. „Auf den
Straßen und öffentlichen Wegen werden 2050 hauptsächlich autonom
gesteuerte Autos unterwegs sein bzw. öffentliche Verkehrsmittel.
Fahren mit klassischen Autos oder Oldtimern wird davon entkoppelt in
eigenen Bereichen als Freizeitspaß stattfinden.“

Dafür müsse allerdings gesellschaftlich noch ein großes Umdenken
hin zu Nachhaltigkeit, Fahrgemeinschaften und Verantwortung der
Umwelt gegenüber stattfinden. Nicht zuletzt durch die Aktivtäten von
NTT Data im Bereich der e-Mobility sei festzustellen, dass sich die
Nachfrage nach e-Fahrzeugen in Österreich nach wie vor in Grenzen
halte. In Asien, wo der Leidensdruck durch Umweltverschmutzung
ungleich höher ist, sei auch die Akzeptanz von Elektroautos und
selbstgesteuerten Fahrzeugen viel höher als in Europa: „Eine Studie
des MIT besagt, dass in Indien mehr als 50 Prozent der Befragten ihre
10-jährigen Kinder alleine in ein autonom fahrendes Fahrzeug setzen
würden, das es beispielsweise in die Schule bringt. In den
Niederlanden liegt die Bereitschaft dafür beispielsweise bei weniger
als 20 Prozent“, so Schmid.

Zwtl.: Holz ist die Antwort

Autonom fahrende Autos würden nicht die Probleme lösen, vor denen
große Ballungsräume und die Umwelt stünden, ist Charles Morgan
überzeugt: „Ein Material, das vielfach in Autos verbaut wird,
Aluminium, erzeugt Weltkriege. Sind wir verrückt? Brauchen wir noch
mehr Anreiz auf öffentliche Verkehrsmittel und alternative Bauweisen
umzusteigen?“ – Charles Morgan setzt sich intensiv mit alternativen
Konzepten und kreativen Herangehensweisen im Automobilbau auseinander
und ist an einem Forschungsprojekt der Universität für Bodenkultur
sowie der Kooperationsplattform Forst, Holz, Papier mit seiner
Expertise beteiligt: „Die BOKU-Forschungen zeigen, dass Holz viel
bessere Ergebnisse bei Crashtests erzielt als Aluminium oder
Polymere. Dazu kommt, dass jedes Holzstück einzigartig ist und somit
dem Fahrzeug etwas Besonderes verleiht. Es hat durchaus Potential als
tragender Werkstoff in die Massenproduktion zu gehen.“

Dass bei der Verwendung nicht nachwachsender Rohstoffe wie zum
Beispiel Lithium oder seltene Erden deutlich behutsamer umgegangen
werden muss, betonte der Initiator des Executive Talks und Gründer
des Internationalen Forums für Wirtschaftskommunikation, Rudolf J.
Melzer. „Holz wächst nicht nur nach, seine Nutzung verbessert auch
die Luftqualität: Für den CO2-Haushalt in der Atmosphäre ist es
nämlich besser, ältere Bäume abzuholzen und frische auszusetzen.
Denn: Junge Bäume können im Verhältnis mehr CO2 binden als ältere.
Auch wenn in Medien oftmals dem Holz nicht so viel zugetraut wird,
ist es als Werk- und Baustoff technisch überzeugend. Gerade im
Holzland Österreich sollte es daher noch viel stärker verwendet und
darüber kommuniziert werden.“

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