„Pflege in Quarantäne“ – „Am Schauplatz“ zeigt, wie schwer es ist, die Betreuung alter Menschen in der Corona-Krise sicherzustellen

Am 25. Juni um 21.05 Uhr in ORF 2

Wien (OTS) – Ein Virus macht deutlich, wie abhängig Österreich bei der 24-Stunden-Betreuung von ausländischen Arbeitskräften ist. Um keine Lücken in der Betreuung entstehen zu lassen, gibt es Aktionen von Bund, Ländern und Wirtschaftskammer – mit unterschiedlichem Erfolg. „Bleib da“-Bonus für Betreuerinnen, Härtefallfonds, Reisekorridor für Züge, Sonderflüge, Quarantäne in Businesshotels, Corona-Tests, Grenzregelungen – und laufend Änderungen dazu. Jetzt sieht es so aus, als wäre die schlimmste Zeit überstanden. Doch was mussten die ausländischen Betreuerinnen alles in Kauf nehmen und wie soll es weitergehen? Tiba Marchetti war für ihre „Am Schauplatz“-Reportage „Pflege in Quarantäne“ – zu sehen am Donnerstag, dem 25. Juni 2020, um 21.05 Uhr in ORF 2 – wochenlang unterwegs und beschreibt, wie schwer es ist dafür zu sorgen, dass alte Menschen in Österreich rund um die Uhr versorgt werden können.

Frau Klara wurde gemeinsam mit mehr als hundert anderen Personenbetreuerinnen aus Rumänien eingeflogen und musste zwei Wochen in Schwechat in Quarantäne. „Am Schauplatz“-Reporterin Tiba Marchetti hat sie dort und später bei ihrer 95-jährigen Kundin, Frau Inge, in Niederösterreich besucht. Warum nimmt sie alle Strapazen in Kauf, isoliert und weit weg von ihrer Familie? „Weil ich hier sehr gut verdiene – und ich mag meine Kundin.“

Die Slowakin Eva war diesmal mehr als zwei Monate am Stück bei ihrer Kundin in Pressbaum. Sie ist geblieben, um nicht daheim für zwei Wochen in staatliche Quarantäne gehen müssen, mit vielen anderen in einer desolaten Unterkunft. „Ich bin jetzt schon sehr müde“, sagt sie. Einige Kolleginnen würden den Vierfach-Turnus nur noch mit Medikamenten schaffen.

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