Linhart und Raab: „Jugendliche einzubinden schafft neue Perspektiven für Frieden und Toleranz “

Außenministerium zeichnet Top-Projekte im Rahmen des Intercultural Achievement Award 2021 aus.

Wien (OTS) – Herausragendes zivilgesellschaftliches Engagement für interkulturellen und interreligiösen Dialog auszeichnen – dieses Ziel verfolgt das Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten seit 2014 mit seinem Intercultural Achievement Award (IAA). Die aus über 230 Einreichungen aus aller Welt ausgewählten Siegerprojekte 2021 kommen aus Albanien (Western Balkans Youth Cooperation Platform), Bosnien und Herzegowina (Garden of Opportunities), Indonesien (Alternative Narrative from Credible Voices), Libanon (Arab Culture and Arts Network) und Nigeria (Part-Time Teaching/ Coordinating Livelihood Skills). In den österreichischen Sonderkategorien wurden für „Integration in Österreich“ die ISO Integrations- und Sozialberatungsstelle in Oberndorf und für „Bestes österreichisches Projekt“ Go Digital! des Vereins Springboard ausgezeichnet. Die Preisverleihung des Intercultural Achievement Awards 2021 ist ab heute, 23.11., 18 Uhr auf www.intercultural-achievement.com abrufbar.

„Ich gratuliere den diesjährigen Gewinnern herzlich, es freut mich besonders, dass die diesjährigen Sieger-Projekte einen so starken Jugendbezug haben“, so Bundesminister Michael Linhart, der die Preise gemeinsam mit Jugend- und Integrationsministerin Susanne Raab heute Abend virtuell verleihen wird. „Viele zivilgesellschaftliche Organisationen haben erkannt, dass die Einbindung junger Menschen wichtig für die Schaffung einer nachhaltigen, friedlichen Gesellschaft ist. Interkulturelle und interreligiöse Dialoginitiativen können helfen, dass Jugendliche intolerante und extremistische Einflüsse zurückweisen und stattdessen konstruktiv zur Lösung globaler und nationaler Herausforderungen beitragen.“

„Der Intercultural Achievement Award ist ein Schlüsselprojekt des interkulturellen Dialogs. Gerade die erfolgreichen und innovativen Projekte aus Österreich zeigen auf, wie Chancen im interkulturellen Zusammenleben genutzt und konkrete Herausforderungen der Integration gemeistert werden können. Ich freue mich besonders, dass der Sonderpreis für Integration in diesem Jahr an ein Projekt im Bundesland Salzburg geht. Gerade in den Gemeinden und Regionen passiert enorm viel für die Integration, vor allem auch dank des Engagements vieler Ehrenamtlicher vor Ort“, erklärt Integrationsministerin Susanne Raab.

Der Preis wurde dieses Jahr maßgeblich weiterentwickelt. Die Kategorie Nachhaltigkeit kombiniert nun den Querschnittsbereich Umwelt/Ökologie und interkulturelle bzw. interreligiöse Herausforderungen. Neu eingeführt wurde – nicht zuletzt unter dem Eindruck der COVID-19 Pandemie – die Kategorie Technologie, die innovative Lösungen bei Dialog-Initiativen auszeichnet. Als Anerkennung für die vielen hervorragenden Projekte österreichischer NGOs wurde der Sonderpreis „Bestes österreichisches Projekt“ ins Leben gerufen, womit für österreichische Organisationen nun neben der Kategorie „Integration“ eine zweite, umfassendere Kategorie eingeführt wird.

Heute startet auch die Webseite www.intercultural-achievement.com, wo die herausragendsten interkulturellen und interreligiösen Projekte seit dem Start des Preises im Jahr 2014 präsentiert werden. Damit sollen Projektideen und „best practices“ leichter Verbreitung finden und die Vernetzungsmöglichkeiten zwischen zivilgesellschaftlichen Organisationen verbessert werden.

Das Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten dankt dem Zukunftsfonds der Republik Österreich, der Austrian Development Agency und dem Österreichischen Integrationsfonds für ihre wertvolle langjährige Partnerschaft im Rahmen des Intercultural Achievement Award.

Die Sieger des Intercultural Achievement Award 2021 sind:

Kategorie Technologie:
Cooperation and Development Institute/Albanien mit dem Projekt “Western Balkans Youth Cooperation Platform (WBYCP)”.
Die Western Balkans Youth Cooperation Platform schafft sowohl online, als auch offline einen Raum für Vernetzung verschiedener Jugendinitiativen im Westbalkan. Junge Menschen aus der Region können sich über ihre Anliegen austauschen, in Verbindung treten und gemeinsame Aktionen planen.

Kategorie Nachhaltigkeit:
Centar za izgradnju mira (CIM) – Center for Peacebuilding/Bosnien und Herzegowina mit dem Projekt “Garden of Opportunities”.
Im Garden of Opportunities entsteht ein Raum des Austausches für Menschen unterschiedlicher ethnischer und religiöser Herkunft in dem u.a. gemeinsam zu nachhaltiger Nahrungsmittelproduktion gelernt und gearbeitet wird.

Kategorie Aktualität:
Tiro Association for Arts/Libanon mit dem Projekt “Arab Culture and Arts Network (ACAN)”.
Das Arabische Kultur und Kunst Netzwerk im Libanon schafft eine virtuelle kulturelle Brücke zwischen den Ländern im Nahen Osten und ermöglicht Künstlern und Künstlerischen Einrichtungen auch in COVID-19 Zeiten verbunden zu bleiben und einander zu unterstützen.

Kategorie Medien:
Ruangobrol.id/Indonesien mit dem Projekt “Alternative Narrative from Credible Voices”
Auf der Website www.ruangobrol.id kommen de-radikalisierte Menschen zu Wort, die ihre Beweggründe und Erfahrungen innerhalb terroristischer Organisationen und ihren Weg zurück in die Gesellschaft beschreiben. Mit diesen authentischen Erfahrungsberichten werden Jugendliche angesprochen und zurück auf einen friedlichen Weg geleitet.

Kategorie Innovation:
Future Prowess Islamic Foundation/Nigeria mit dem Projekt “Part-Time Teaching/ Coordinating Livelihood Skills”
Die Future Prowess Islamic Foundation betreut im Bundesstaat Borno über 2000 Waisen und Kinder aus benachteiligten Familien, darunter viele Opfer des Boko-Haram-Konflikts. Durch eine umfassende Betreuung inkl. Schul- und Lehrausbildung werden die Kinder extremistischen Einflüssen entzogen und können sich eine nachhaltige Zukunft aufbauen.

Sonderpreis für Integration in Österreich:
Verein Soziales Netzwerk Oberndorf/Salzburg mit dem Projekt „ISO Integrations- und Sozialberatungsstelle“
Die Integrations- und Sozialberatungsstelle (ISO) bietet Beratungen für interkulturelle und soziale Anliegen von Migranten und Migrantinnen mit dem Ziel, die Bevölkerung im ländlichen Raum für Integration zu sensibilisieren und Begegnungsräume zu schaffen.

Sonderpreis „Bestes österreichisches Projekt“:
Springboard-Verein zur Förderung von Talenten/Wien mit dem Projekt „Go Digital!“
Die digitale Kluft zwischen arm und reich ist ein Phänomen, das soziale Ungleichheit verstärkt und die Chancen von Jugendlichen aus sozial schwachen Familien stark reduziert. In Online-Schooling-Zeiten können nicht alle Schülerinnen und Schüler gut am Unterricht teilnehmen, weil ihnen die technische Infrastruktur dafür fehlt. „Go Digital“ sammelt daher gebrauchte Laptops, um diese dann bedürftigen Jugendlichen u.a. mit Migrationshintergrund zu spenden.

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