Chemische Industrie und Papierindustrie: Sechs-Prozent-Forderung bleibt aufrecht!

BetriebsrätInnen-Konferenzen in Hörsching und Wien mit mehr als 320 TeilnehmerInnen

Wien (OTS) – Angesichts der stockenden Kollektivvertragsverhandlungen in einigen Industriebranchen im Rahmen der Frühjahrslohnrunde wurden heute, Donnerstag, BetriebsrätInnenkonferenzen für die chemische Industrie und die Papierindustrie abgehalten. Im oberösterreichischen Hörsching nahmen rund 200 BetriebsrätInnen der chemischen Industrie an der Konferenz teil, in Wien berieten sich rund 120 BetriebsrätInnen der Papierindustrie. Bei beiden Konferenzen wurde festgehalten, dass man von der in beiden Branchen aufgestellten Forderung nach sechs Prozent mehr Lohn und Gehalt nicht abrücken werde. Sollten auch bei den nächsten Verhandlungsrunden keine Fortschritte erzielt werden, werde man Betriebsversammlungen einberufen. Die nächsten Verhandlungsrunden sind für den 22. April (chemische Industrie) und den 26. April (Papierindustrie) angesetzt.

In der Papierindustrie endete die erste Verhandlungsrunde in einem Eklat, da die Arbeitgeber nach 25 Minuten den Verhandlungstisch verließen und eine Fortsetzung der Gespräche über die Forderungen der Gewerkschaften PRO-GE und GPA verweigerten. In der chemischen Industrie boten die Arbeitgeber in der zweiten Runde lediglich eine Abgeltung der Inflation, die mit 3,9 Prozent außer Streit gestellt wurde. Die Arbeitgeber beider Branchen bewerten die Forderung der Gewerkschaften als zu hoch.

Hoch sind allerdings auch die Preise für Mieten, Energie und Lebensmittel. Die Gewerkschaften fordern daher einen Abschluss, der die Kaufkraft der ArbeitnehmerInnen sichert, unter besonderer Berücksichtigung der unteren Einkommensgruppen. Ebenso wurde im Zuge der BetriebsrätInnenkonferenzen erneut darauf hingewiesen, dass das vergangene Jahr für die Industrie sehr gut verlaufen und aufgrund der hohen Auslastung der Unternehmen die Belastung für die ArbeitnehmerInnen gestiegen sei. Trotz der Unsicherheiten, die der Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine mit sich bringt, müsse der Leistung der Beschäftigten in den letzten Monaten Rechnung getragen werden.

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