Werden Kryptowährungen überleben?

Der aktuelle Crash ist sicherlich einer der schlimmsten Abstürze der Kryptobranche überhaupt. An dieser Stelle muss man sich durchaus fragen ob Kryptowährungen im allgemeinen diese Entwicklung noch überleben können. Derzeit sieht es nicht so aus als würden sich die Kurse signifikant erhöhen und wieder erholen, die letzten Höchststände scheinen weiter entfernt als jemals zuvor. Aktuell nähern sich sowohl Ethereum als auch Bitcoin besonders gefährlichen Marken an. Während man beim Bitcoin um die 20.000 US Dollar Marke kämpft steht Ethereum kurz davon die 1.0000 Dollar Marke zu unterschreiten. Das große Problem ist das diese Kurse einen eher symbolträchtigen Wert haben. Beide Kryptowährungen war schon lange nicht mehr unter diesen Marken und der Markt könnte extrem reagieren sollte eine der beiden Währungen unter diese Marken fallen.

Das Problem an der Sache ist aber das viele andere Kryptowährungen ebenfalls davon abhängig sind, was die großen Werte machen. Diese Abhängigkeiten können sich auch auf andere Kryptos negativ auswirken, vor allem da Bitcoin als die älteste digitale Währung, einen gewissen Symbolcharakter für die gesamte Branche hat. Die Erfolge von Bitcoin haben auf der gesamten Welt für aufsehen gesorgt. Überall gibt es die Stories von Menschen die so verrückt waren ihr gesamtes Geld genommen zu haben und in Bitcoin investiert zu haben, die später zu Multimillionären geworden sind, nur weil sie der Währung vertraut haben.

Genau hier haben wir aber das große Problem, Vertrauen ist das einzige auf dem Kryptowährungen, ausgenommen Stablecoins, wirklich existieren können. Es gibt keinerlei physische Gegenwerte und das zeigen die extremen Kurse derzeit besonders gut. Wie bitcoin profit klar ausführen kann, gibt es mittlerweile schon einige weitere interessante Konzepte um trotz allem noch mit Kryptowährungen geld zu machen, aber auch das kann nur so lange funktionieren wie Kryptowährungen noch nicht verschwunden sind.

Während die Ethereum Blockchain noch weitere Konzepte am Markt hat, die die Währung unterstützen, wie z.B. NFTs und SBTs, die Ende des Jahres an den start gehen sollen, entwickeln die Macher rund um Ethereum auch derzeit ein neues Konsensverfahren mit dem deutliche Energieeinsparungen möglich sein sollen. Dank Proof-of-Stake soll in Zukunft der Energiebedarf von Ethereum um 99,8% gesenkt werden können. Das ist zwar noch Zukunftsmusik sorgt jedoch dafür das vor allem die Kritikpunkte angegriffen werden, die an den großen Währungen immer bestanden haben.

Gerade Bitcoin ist ja eine Kryptowährung die zwar gut gemeint war, aber aufgrund ihrer massenhaften Verbreitung zu immer schwereren Rechenoperationen geführt hat. Das hat zur Folge das eine einzige Bitcoin Transaktion mittlerweile deutlich mehr Strom kostet als ein durchschnittlicher deutscher Haushalt in 3 Monaten verbraucht. Das ist schon enorm und da kann man auch Umweltschützer verstehen, die auf die Barrikaden gehen und ein Bitcoin Verbot fordern.

Jedoch ist fraglich ob ein Bitcoin Verbot wirklich jemals kommen sollte. In Deutschland zumindest ist es eher unwahrscheinlich das man die Kryptowährung verbieten wird und Pleite gehen wird Bitcoin so schnell auch nicht. Sicherlich ist aktuell die Luft ein wenig raus, aber das ist auch kein Wunder. Anhand der aktuellen weltpolitischen Situation, der Inflationsrate und vor allem der Tatsache das der Bitcoin, so Experten, sowieso massiv überbewertet war, sinken die Kurse. Ein Verbot dürfte damit auch aus dem Raum sein, weil die attraktivität des Bitcoinhandels deutlich gesunken ist. Sicherlich lassen noch immer Gewinne machen, die Volatilität ist noch immer gegeben und die Kurse schwanken weiterhin, wie gehabt, allerding nur für kurzfristige, hoch versteuerte Einnahmen.

Damit dürften die meisten Trader, vor allem kleine bereits aus der Sache raus sein und kein Interesse mehr am schnellen Geld mit Kryptowährungen haben. Das ermöglicht das verschieben von Werten ausschließlich für Großanleger und Firmen, Banken und andere Institutionen, die jetzt gerade ihre Verluste gut abschreiben können. Alles das geht natürlich zu Lasten des Steuerzahlers der selbst, dank kleiner Investitionen, kaum noch eine Chance hat mit Kryptowährungen wirklich viel Geld zu erwirtschaften, aber vielleicht ist das auch genau der Grund für die aktuell so dramatisch sinkenden Preis, eine Marktregulierung, die langfristig angelegt war.