
WKÖ-Trefelik: EU setzt erste wichtige Schritte gegen überbordende Bürokratie
Handelsbetriebe brauchen nicht mehr, sondern weniger Bürokratie – erstes Omnibuspaket ist daher Schritt in richtige Richtung
„Die heimischen Handelsbetriebe brauchen nicht mehr, sondern weniger Bürokratie. Die Bundessparte Handel begrüßt daher, dass die Europäische Kommission am heutigen Mittwoch, den 26. Februar, einen Teil ihrer Versprechen in Form des ‚Omnibus-Packages einlöst“, sagt Rainer Trefelik, Obmann der Bundessparte Handel in der Wirtschaftskammer Österreich. So hat die Kommission unter Ursula von der Leyen mit Antritt ihrer neuen Amtsperiode angekündigt, die Berichtspflichten noch im heurigen Jahr um 25% zu reduzieren. Ebenso stellen die Vereinheitlichung und Verringerung der Berichtspflichten ein Kernthema im zu Jahresbeginn veröffentlichten Arbeitsprogramm der Kommission und dem Wettbewerbsfähigkeits-Kompass dar. „Es ist erfreulich, dass die Europäische Kommission zu ihrem Bekenntnis steht und nun bei allen Bestrebungen hin zu mehr Nachhaltigkeit, die unbestritten notwendig sind, auch die Wettbewerbsfähigkeit stärker im Auge behält, besonders hinsichtlich der Anforderungen an KMUs“, so Trefelik.
Die vorgeschlagenen Vereinfachungen, sowohl durch inhaltliche Anpassung der Anforderungen von Lieferkettengesetz (CSDDD), Nachhaltigkeitsberichterstattung (CSRD) und Taxonomie-Verordnung sowie dem besseren Schutz der KMUs durch gezielte Begrenzung der abfragbaren Angaben und zeitliche Verschiebung der in Phase 2 und 3 verpflichteten Unternehmen, müssen nun zügig angenommen werden.
Für Rainer Trefelik sind dies „längst überfällige Verbesserungen“, er gibt jedoch zu bedenken: „Für die europäische Wirtschaft ist es unerlässlich, klare Vorgaben zu haben, wann wer was berichten muss. Es darf allerdings nicht auf geplante Regulatorien wie die Entwaldungsverordnung vergessen werden. Sollte die tatsächlich in der bestehenden Fassung mit 30.12.2025 greifen, dann sind auch hier Dokumentationspflichten enthalten, die die Unternehmen völlig überfordern. Schon jetzt sammeln sich in der Wirtschaftskammer Anfragen, die aufgrund ihrer Komplexität derzeit nicht beantwortet werden können – und hier läuft uns die Zeit davon.“ (PWK067/DFS)
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