
Maurer: Bildungsminister Wiederkehr muss Kandidatur für Wien-Wahl zurücklegen
Grüne: Herausforderungen im Bildungsbereich sind zu groß für einen Teilzeitminister
„Es ist eine gute Nachricht, dass fünf Monate nach der Wahl endlich eine Regierung steht. Wir werden konstruktiv mitarbeiten, aber auch einmahnen, wenn wichtige Reformen verschleppt werden“, sagt Sigi Maurer, geschäftsführende Klubobfrau und Bildungssprecherin der Grünen. Für viele wichtige Reformen, die die Neos seit Jahren lautstark einfordern, ist jetzt Bildungsminister Christoph Wiederkehr zuständig. „Es ist keine gute Nachricht, dass Christoph Wiederkehr sein neues, wichtiges Amt offensichtlich als Teilzeit-Job anlegen will“, so Maurer.
„Kinder, Eltern und Lehrer:innen erwarten sich zurecht, dass die Lösung ihrer Probleme ohne weiteren Zeitverlust angegangen wird. Eltern machen sich Sorgen, ob sie einen guten Kindergartenplatz mit Nachmittagsbetreuung erhalten oder ob sie sich teure Nachhilfe leisten können. Zigtausende, engagierte Lehrer:innen brauchen dringend Unterstützung durch mehr Begleitpersonal und gezielte Deutschförderung“, sagt Maurer.
“Statt wichtige Termine in seinem neuen Ministerium und mit den Schulmanager:innen des Landes wahrzunehmen, wird Christoph Wiederkehr bei Wahlkampfterminen in Wien sein – das ist inakzeptabel. Noch dazu mit der Ankündigung, in Wien ohnehin für kein Amt mehr zur Verfügung zu stehen”, kritisiert Maurer.
„Die Kinder, Eltern und Lehrer:innen brauchen 100 Prozent Arbeitseinsatz und nicht einen Teilzeit-Minister, der einen sanften Einstieg in sein neues Amt plant. Ich fordere Christoph Wiederkehr dazu auf, unverzüglich seine Kandidatur in Wien zurückzulegen und seine Aufgabe im Bildungsministerium ersthaft anzugehen“, so Maurer abschließend.
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