
Grüne/Gewessler zu Bodenschutz: Lippenbekenntnisse alleine werden die Ernährungssicherheit und den Hochwasserschutz nicht sicherstellen
„Bodenschutzziele und Abrissbagger im Naturschutzgebiet passen nicht zusammen“
“Nicht zuletzt das Hochwasser im vergangenen Sommer hat gezeigt, dass es echten und ehrlichen Bodenschutz in Österreich braucht”, sagt die stellvertretende Klubobfrau und Sprecherin der Grünen für Bodenschutz, Leonore Gewessler. Die Grünen fordern weiterhin vehement eine verbindliche Obergrenze beim Bodenverbrauch von 2,5 Hektar pro Tag. Momentan werden in Österreich etwa 12 Hektar pro Tag an gesundem Boden verbraucht, das entspricht 17 Fußballfeldern. Das sei eindeutig zu viel, so Leonore Gewessler und findet in diesem Zusammenhang durchaus lobende Worte für die Zielsetzung der Bundesregierung: „Es ist gut und wichtig, dass das Regierungsprogramm ein Bekenntnis zum Bodenschutz beinhaltet. Auch die Überschrift zur stärkeren Bündelung von Planungskompetenzen auf Landesebene klingt durchaus vernünftig.“
“Lippenbekenntnisse und Überschriften alleine reichen allerdings nicht”, sagt Gewessler und weist unter anderem auf den Lobau-Tunnel hin. „Der Glaube, dass aus Papier fruchtbarer Boden wird, fehlt uns, wenn gleichzeitig Autobahnen durch Naturschutzgebiete geplant sind – entgegen jeden wissenschaftlichen Hintergrund, entgegen den Klimacheck und entgegen jeden Hausverstand“, meint Gewessler und appelliert einmal mehr, Klima- und Bodenschutz endlich ernst zu nehmen. „Es geht um die Äcker, auf denen unser Essen wächst, um die Bäume, die uns in extremer Hitze Schatten spenden und um gesunden Boden, der Starkregen aufnimmt und uns so vor Hochwasser schützt. Wenn ÖVP und SPÖ es ernst meinen, hätten sie es gemeinsam in der Hand, die Blockade der Bundesländer und des Gemeindebundes beim verbindlichen, ehrlichen Bodenschutzziel zu lösen. Von hübschen Überschriften im Regierungsprogramm, ist aber kein Quadratmeter gesunder Boden geschützt. Vor allem dann nicht, wenn in einem anderen Kapitel der Abrissbagger im Naturschutzgebiet festgeschrieben wird“, hält die stellvertretende Klubobfrau fest.
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