
„Weltenbummler Taube“: Turbulente „Universum“-Neuproduktion führt in den Großstadtdschungel von London und New York City
Am 25. März um 20.15 Uhr in ORF 2 und auf ORF ON
Bei den einen beliebt, von anderen missachtet. Nur wenige Tiere polarisieren so sehr wie Tauben. Und dennoch haben es die Vögel geschafft, sich meisterhaft an das Leben der Menschen anzupassen. Sie sind allgegenwärtig: auf Brücken und Dächern, auf Plätzen und in Parks. An ihre Gesellschaft haben wir uns längst gewöhnt, doch Tauben sind alles andere als gewöhnlich. Die neue „Universum“-Produktion „Großstadtgeflatter – Weltenbummler Taube“ der preisgekrönten schottischen Naturfilmer Jackie Savery und Nigel Pope führt die Zuseherinnen und Zuseher am Dienstag, dem 25. März 2025, um 20.15 Uhr in ORF 2 und auf ORF ON in den Großstadtdschungel von London und New York City. Es beginnt eine wilde Reise durch die pulsierenden Metropolen, wo diese oftmals unterschätzten Vögel ihren Platz zwischen Himmel und Asphalt gefunden haben. Denn Tauben gelten als Meister der Anpassung – während die Menschen ihre Städte erbauten, schufen die Vögel inmitten von Stahl und Beton ihre eigenen Nischen.
Heute sind Tauben und Städte untrennbar miteinander verbunden. Doch das war nicht immer so. Die Vorfahren der Stadttaube lebten einst fernab der Menschen – auf Klippen und in Höhlen. Einige dieser „Felsentauben“ besiedeln auch heute noch die wilden Küsten Schottlands, Seite an Seite mit Seevögeln. Vor mehr als 60.000 Jahren schließlich wurden Mensch und Taube zum ersten Mal Nachbarn. Mit mehr als 300 Millionen Artgenossen weltweit sind Tauben mittlerweile zu vertrauten Begleitern geworden, die wir oftmals übersehen – deren nähere Betrachtung sich aber lohnt.
Im Herzen Londons, unter den Stahlträgern der Blackfriars Bridge, hat die junge Straßentaube Nelson das Licht der Welt erblickt. Doch in einer Großstadt lauert die Gefahr an jeder Ecke. Auf seinem Weg in die Selbstständigkeit begegnet Nelson nicht nur hungrigen Möwen im Hyde Park, sondern auch blitzschnellen Wanderfalken entlang der Themse. Stets auf der Suche nach Nahrung gelingt es dem Vogel aber schnell, sich im Gefüge Londons zu behaupten. Sein ausgezeichnetes Gedächtnis hilft ihm dabei. Es erstellt einen mentalen Stadtplan – voller Fluchtwege und Futterquellen. Den Weg nach Hause findet Nelson ebenso mithilfe seines „eingebauten Navigationssystems“. Wie Tauben das genau machen, ist noch nicht vollständig geklärt. Aber heute weiß man, dass sie das Magnetfeld der Erde nutzen und sich zusätzlich an markanten Punkten wie Gebäuden und Straßen orientieren. Neueste Forschungen zeigen sogar, dass sie auf den letzten Metern einen weiteren Sinn einsetzen, um ihre Navigation zu verfeinern – den Geruchssinn.
Auch in New York City, einer der hektischsten Metropolen der Welt, meistern Tauben den Alltag mit bewundernswerter Resilienz. Während Menschen bei all dem Trubel auf dem Times Square schnell überfordert sind, haben sich Tauben an die chaotische Szenerie längst gewöhnt und sogar ihren Schlafrhythmus danach ausgerichtet. Sie navigieren mühelos durch Menschenmassen, hupende Taxis und flimmernde Reklametafeln, sie fliegen durch U-Bahn-Schächte oder warten am Hot-Dog-Stand. Denn Tauben sind in der Lage, ihren Nachwuchs mit Fast Food großzuziehen. Die Anpassungskünstler produzieren daraus eine Art „Milch“, mit der sowohl Weibchen als auch Männchen den Nachwuchs füttern – eine Fähigkeit, die sie mit Kaiserpinguinen und Flamingos teilen und nur einer der vielen Gründe, warum Tauben zu den erfolgreichsten Tierarten der Welt gehören.
In den vergangenen Jahrzehnten jedoch hat der Ruf der Taube stark gelitten: vom verehrten Friedenssymbol zur ungeliebten „Ratte der Lüfte“. Maßnahmen wie Fütterungsverbote und der Einsatz von Greifvögeln zur Abschreckung prägen mittlerweile den Umgang mit Stadttauben. Diese jedoch finden stets neue Wege, um an unserer Seite zu bestehen.
„Großstadtgeflatter – Weltenbummler Taube“ ist eine turbulente Hommage an unsere grau gefiederten Nachbarn und erzählt von ihrer einzigartigen Beziehung zu den Menschen. Der Film entstand als Koproduktion von ORF, WNET Group, ARTE, Maramedia und Skyland Productions in Zusammenarbeit mit ORF-Enterprise.
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