ORF-„matinee“ am 30. März: „Monsieur Butterfly – Barrie Kosky, Opernmagier“, „Abenteuer Manuskripte – Alice im Wunderland“

Danach: „Ikonen Österreichs – Der PEZ-Automat“ und „Die Kulturwoche“ – ab 9.05 Uhr, ORF 2 und ORF ON

Ende März stehen die drei berühmten Opern des Duos Lorenzo Da Ponte und Wolfgang Amadeus Mozart – „Le Nozze di Figaro“, „Don Giovanni“ und „Così fan tutte“ – in der Inszenierung von Barrie Kosky wieder auf dem Spielplan der Wiener Staatsoper. Passend dazu zeigt die „matinee“ am Sonntag, dem 30. März 2025, um 9.05 Uhr in ORF 2 und auf ORF ON das Porträt des australischen Regisseurs „Monsieur Butterfly – Barrie Kosky, Opernmagier“. Anschließend spürt anlässlich der Leipziger Buchmesse und des Welt-Kinderbuchtages (2. April) die Dokumentation „Abenteuer Manuskripte – Alice im Wunderland“ (10.00 Uhr) der Entstehungsgeschichte des Klassikers von Charles Lutwidge Dodgson alias Lewis Carroll nach. Auf die Ausgabe „Der PEZ-Automat“ aus der der nostalgischen Kurzreihe „Ikonen Österreichs“ (10.30 Uhr) folgt „Die Kulturwoche“ (10.40 Uhr), die mit aktuellen Berichten und Tipps den von Teresa Vogl präsentierten ORF-Kulturvormittag beschließt.

„Monsieur Butterfly – Barrie Kosky, Opernmagier“ (9.05 Uhr)

Der Kunst der Oper verfiel der gebürtige Australier Barrie Kosky im zarten Alter von sieben Jahren, als seine jüdisch-ungarische Großmutter ihn erstmals in eine Aufführung von Puccinis „Madama Butterfly“ mitnahm. Heute ist er als Regisseur an allen bedeutenden Opernbühnen der Welt zu Hause und war Intendant der Komischen Oper Berlin, die unter seiner Leitung zum „Opernhaus des Jahres“ gekürt wurde. Koskys künstlerisches Schaffen umfasst dabei das gesamte Spektrum von der leichten Operettenkunst, die er am eigenen Haus wiederentdeckt hat, bis hin zum Giganten Richard Wagner, dessen „Meistersinger“ er im Sommer 2017 in Bayreuth auf die Bühne brachte. So wird Barrie Kosky auch in diesem Film nicht müde, seine Ablehnung einer Unterscheidung zwischen ernster und unterhaltender Kultur zu betonen. Das Filmporträt von Felix von Boehm folgt dem in jeder Hinsicht unterhaltsamen Ausnahmeregisseur und Opernmagier durch ein turbulentes Jahr, in dem er sowohl den Bizet-Klassiker „Carmen“ am Opernhaus Frankfurt als auch Schostakowitschs „Nase“ im Londoner Covent Garden aufführte und sich gleichzeitig auf eine ebenso radikale wie politische „Meistersinger“-Inszenierung auf Bayreuths Grünem Hügel vorbereitete.

„Abenteuer Manuskripte – Alice im Wunderland“ (10.00 Uhr)

An einem warmen Sommernachmittag 1862 unternahm Oxford-Mathematikprofessor Charles Lutwidge Dodgson, besser bekannt als Lewis Carroll, mit den drei Töchtern des Universitätsdekans einen Ausflug. Um während der Bootsfahrt für Kurzweil zu sorgen, erfand er ein Märchen, in dem es um ein großes weißes Kaninchen ging, das sich einem kleinen Mädchen namens Alice näherte. Dann kamen zahlreiche weitere Charaktere hinzu, wie der Hutmacher, die Herzkönigin oder die Grinsekatze. Die echte Alice war von der Geschichte begeistert und bat den Professor, den Text für sie zu Papier zu bringen. Dodgson brauchte mehrere Monate dafür, und so entstand „Alice im Wunderland“ bzw. die Urfassung „Alice’s Adventures Under Ground“. Das Manuskript war im Frühjahr 1863 fertig, aber der Autor beschloss, es auch noch selbst zu illustrieren, was ebenfalls mehrere Monate in Anspruch nahm. 1864 schließlich erhielt Alice Liddell das von Dodgson so liebevoll gestaltete Buch als Weihnachtsgeschenk. Es gelangte im Jahr darauf zur Veröffentlichung und wurde ein Riesenerfolg. Alice behielt Dodgsons Manuskript, bis sie es 1928 bei Sotheby’s zum Verkauf anbot. Von Amerikanern ersteigert, wechselte das Original mehrfach den Besitzer, bevor es wieder nach London zurückkam, wo es seither in der British Library wie ein Nationalschatz verwahrt wird. Der Film von Anne-Sophie Martin zeigt die spannende Entstehungsgeschichte des weltweit erfolgreichen Kinderbuchklassikers.

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