Sima/Halbwidl/Pipal-Leixner: Samstag großes Fest zum Frühlingsstart auf neuer Argentinierstraße

Erste Knospen auf den 70 neuen Bäumen und knapp 100 Grünbeete der Argentinierstraße – Komfortable Fahrradstraße startet in ihre erste Saison

Wenn das kein Grund zum Feiern ist: Auf der neugestalteten Argentinierstraße zieht erstmals der Frühling ein! Die zentrale Radverbindung durch den 4. Bezirk, auf der pro Jahr über 1 Million Radfahrende gezählt werden – ist durch die umfassende Umgestaltung zur Fahrradstraße massiv aufgewertet worden und geht in ihre erste Sommer-Saison. Nach dem neuen Zwei-Richtungsradweg in der Herndlgasse im 10. Bezirk ist der 9 km langen Radhighway Süd vom Karlsplatz über den Hauptbahnhof bis nach Niederösterreich nun komplett. Mit markant rotem Belag, neuem Straßendesign und zahlreichen Verkehrsberuhigungsmaßnahmen bringt die neue Fahrradstraße mehr Sicherheit für Radfahrer*innen und Fußgänger*innen, umfangreiche Begrünungsmaßnahmen und die Umgestaltung des St. Elisabeth-Platzes werten das ganze Grätzl auf.

„Wir haben hier Wiens erste Fahrradstraße nach niederländischem Vorbild umgesetzt, mit der wir in Österreich ganz neue Maßstäbe setzen und die bereits jetzt im In- und Ausland viel Aufmerksamkeit bekommt!“, so Mobilitäts- und Planungsstadträtin Ulli Sima. „Nach dem Mega-Radhighway von Kagran bis in die City, der gerade ins Finale geht, hat Wien mit dem Radhighway Süd nun schon die zweite extra komfortable Rad-Schnell-Route. Besonders freue ich mich, wenn hier nun die ersten zarten Knospen zu blühen beginnen und wir am Samstag mit einem Fest den ersten Frühling der neugestalteten und begrünten Fahrradstraße feiern!“, so Sima weiter. Ab 11h ist rund um den Elisabeth-Platz ein buntes Programm für alle Altersklassen geplant.

GRÖSSTER BETEILIGUNGSPROZESS IM VIERTEN BEZIRK

Auch die Wiedner Bezirksvorsteherin Lea Halbwidl freut sich auf den ersten Frühling für die neue Fahrradstraße: „Bereits vor mehr als zehn Jahren wurde über die Neugestaltung der Argentinierstraße diskutiert. Durch die sehr gute Zusammenarbeit des gesamten Teams ist dieses großartige Projekt nun nach rund einem Jahr Bauzeit planmäßig abgeschlossen. Gemeinsam haben wir richtig viel geschafft!“ Die Anrainer*innen wurden von Anfang an die Umgestaltung miteinbezogen. Um ihre Anliegen zu berücksichtigen, wurde 2022 der bisher größte Beteiligungsprozess im vierten Bezirk durchgeführt. Rund 2.500 Personen haben sich an der Abstimmung über mögliche Varianten beteiligt. Mit deutlicher Mehrheit wurde für die Neugestaltung der Argentinierstraße als Fahrradstraße gestimmt. Im Jänner 2023 konnten sich Interessierte bereits über die adaptierte Verkehrsführung im Viertel informieren und im April gab es erneut eine Info-Ausstellung, bei der zahlreiche Gestaltungsdetails präsentiert wurden. Baubeginn war im November 2023. „Ich danke den Anwohnerinnen und Anwohner ganz herzlich für ihr großes Interesse. Sie haben mit ihrem Votum für die Fahrradstraße die Basis für deren Umsetzung gelegt“, so Halbwidl. „Die meisten im Grätzl haben sich mehr Begrünung, Verkehrsberuhigung und sichere Fuß- und Radwege gewünscht, genau diese Anliegen wurden umgesetzt und verbessern die Aufenthaltsqualität deutlich.“

MEHR PLATZ FÜR DAS GEHEN, BESSERE AUFENTHALTSQUALITÄT

Die Argentinierstraße wurde zur klimafitten Lebensader durch den 4. Bezirk: Durch den Wegfall des alten, zu engen Radwegs entstand Platz für breite Gehsteige und für Begrünungsmaßnahmen. Bepflanzung, helle Pflasterung und Wasserelemente sorgen ab nächstem Sommer für Abkühlung und besseres Mikroklima. Knapp 100 Grünbeete mit 70 neuen Bäumen und rund 50 Hochstammsträuchern begrünen die Radachse. In Summe wurden nach dem Motto „Raus aus dem Asphalt“ ca. 1.300 Quadratmeter Asphalt durch Grünflächen und 1.500 Quadratmeter durch neue Pflasterung entsiegelt. 2 Wasserspiele, 3 Vernebelungsanlagen, 3 Trinkhydranten und 1 Trinkbrunnen ermöglichen Abkühlung in heißen Sommermonaten. 28 Mikrofreiräume und rund 100 neue Sitzgelegenheiten laden zum Verweilen im konsumfreien Raum ein. 20 zusätzliche Fahrradabstellmöglichkeiten und 2 WienMobil-Stationen mit Leihrädern runden das Mobilitätsangebot ab.

Die neue Fahrradstraße bringt außerdem eine klare Trennung des Fuß- und Radverkehrs. Verbesserte Kreuzungsbereiche mit Gehsteigvorziehungen sorgen für bessere Sichtbeziehungen, breitere Gehsteige und über die Quergassen gezogenes Gehsteigpflaster erleichtern Fußgänger*innen das Queren. Ganz besonders gewinnt der St.-Elisabeth-Platz: Er wurde vergrößert, es gibt mehr Platz für Bäume, Spielgeräte und Wasserspiele. Der Radverkehr führt nicht mehr wie bisher über den Platzbereich. Weitere Flächen mit mehr Grün befinden sich in der Belvederegasse vor der Kirche, beim Vorplatz zum Anton-Benya-Park sowie in der Kreuzherrengasse hinter der Karlskirche.

„Mit der neuen Fahrradstraße in der Argentinierstraße zeigen wir, wie modernes Stadtleben aussieht. Sichere Wege, viel Grün und Platz zum Verweilen machen das Grätzl lebenswerter für alle. Die klare Trennung von Rad- und Fußverkehr bringt mehr Komfort und Sicherheit. So wird aus einer Durchzugsstraße ein Ort, an dem man gerne unterwegs ist, ob mit dem Rad, zu Fuß oder einfach zum Ausruhen,“ sagt NEOS Wien Mobilitätssprecherin Angelika Pipal-Leixner.

SO FUNKTIONIERT DIE FAHRRADSTRASSE NACH NIEDERLÄNDISCHEM VORBILD

Die wichtigste Neuerung: Der Straßenraum wurde völlig neu aufgeteilt und verkehrsberuhigt. Fahrräder und Autos teilen sich nun die rot eingefärbte Fahrbahn, wobei Radfahrende Vorrang haben und etwa auch nebeneinander fahren dürfen. Wie bei Wohnstraßen ist durch die Fahrradstraße keine Durchfahrt für KfZ gestattet. Zu- und Abfahrten für Autos bleiben möglich, sind aber neu organisiert. Durch abschnittsweise Umkehr der Einbahnführung wird der Verkehr insgesamt beruhigt, es gilt wie bisher Tempo 30. Ein Verschwenk der Fahrbahn im Bereich Anton-Benya-Park und Querlinien im Boden für den kreuzenden Verkehr helfen, das Tempo von Autos und Radfahrenden zu reduzieren.

NEUE VERKEHRSORGANISATION IM GRÄTZL

Im Grätzl rund um die Argentinierstraße wurden im November nochmals Info-Folder an die Haushalte verteilt, damit alle wissen, wie die Fahrradstraße funktioniert und welche Änderungen es geben wird. „Selbstverständlich werden alle Zeit brauchen, um sich an die neue Fahrradstraße und die Neuerungen im Grätzl zu gewöhnen. Manche Wege müssen neu gedacht werden und nicht alles wird von heute auf morgen reibungslos funktionieren. Wir ersuchen um Verständnis und Geduld und sind überzeugt, dass sich alles bald gut einspielen wird,“ so Lea Halbwidl. Die Anpassungen wurden bereits Anfang 2023 vorgestellt, um frühzeitig Orientierung zu geben. Dazu kommt nun noch die Einbahnumkehr zwischen Weyringergasse und Goldeggasse, um die Einhaltung der Verkehrsregeln (keine Kfz-Durchfahrt) sicherzustellen.

EIN FEST FÜR ALLE

Anrainer*innen und Interessierte sind herzlich zum Frühlingsfest am Samstag 5.April von 11.00 bis 16.00 Uhr, auf dem St.-Elisabeth-Platz eingeladen. Es gibt kulinarische Köstlichkeiten und ein Kaffee-Fahrrad. Für Kinder warten eine Hüpfburg und ein Fahrrad-Karussell für die ordentliche Portion Spiel und Spaß. Radler*innen können den gratis Rad-Check nutzen, um ihre Räder frühlingsfit zu machen. Zudem wartet ein Überraschungs-Gewinnspiel auf alle Gäste. Live-Musik und ein DJ-Bike sorgen für die musikalische Untermalung.

WIENS GROSSE RADWEGOFFENSIVE LÄUFT AUF HOCHTOUREN

Die große Wiener Radwegoffensive läuft weiter auf Hochtouren! Die Fortschrittskoalition wird mit Ende der Legislaturperiode über 250 Projekte und knapp 100 km im Hauptradwegenetz umgesetzt oder auf den Weg gebracht haben und hat bisher bereits rund 130 Mio. Euro in den Ausbau der Wiener Radinfrastruktur investiert. Mehr als 50 km Radinfrastruktur wurden zudem im Bezirksnetz bereits umgesetzt. Die intensiven Anstrengungen machen sich bezahlt: die Zahl der Radler*innen nimmt stetig zu. So ist der Anteil der Wege, die per Rad zurückgelegt werden, im Jahr 2024 auf 11 Prozent gestiegen (im Jahr 2019 waren es 7 Prozent), wie die Modal Split-Erhebung 2024 zeigt.

Alle Infos zu den Radwegeprojekten auf fahrradwien.at und in der neuen Projektkarte fahrradwien.at/projektkarte.

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Mediensprecher StRIn Ulli Sima
Can-Paul Güven
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Georg Brockmeyer
Mobilitätsagentur Wien
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