25 Jahre Nationalpark Thayatal

LHStv. Pernkopf: Erfolgsgeschichte für Natur und Region

Von einem Mehrfachnutzen für die Natur, die Region und das Wohlbefinden der Menschen sprach LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf am heutigen Mittwoch im Nationalparkhaus in Hardegg zum Start eines Wildkatzentelemetrie-Projekts. „Die 25 Jahre des 2000 gegründeten Nationalparks sind eine Erfolgsgeschichte für die Natur und eine Dableibensvorsorge für die Region. Die Natur wird erhalten, geschützt und weiterentwickelt, der sanfte Tourismus hat der Region einen nachhaltigen Aufschwung gebracht“, betonte dabei Pernkopf.

So leben die Hälfte aller Vögel, Amphibien, Reptilien etc. sowie sieben von zehn Säugetierarten im grenzüberschreitenden Schutzgebiet, auch Seeadler und Wanderfalke seien wieder zurück gekommen, führte der LH-Stellvertreter aus und ergänzte: „Auf österreichischer Seite kommen zwischen 80.000 und 100.000 Besucher pro Jahr, 35.000 davon besuchen das Nationalparkhaus. Im Wildkatzencamp gab es im Vorjahr 5.000 Übernachtungen, für heuer gibt es schon 6.000 Voranmeldungen. Insgesamt sind die Nächtigungszahlen in Hardegg auf über 10.000 vervierfacht worden“.

Nationalparkdirektor Christian Übl erläuterte das Wildkatzentelemetrie-Projekt: „2007 haben wir die als ausgestorben geltende Wildkatze bei uns im Nationalpark entdeckt, das war der Motor für die Wildkatzenforschung in ganz Österreich. Mittlerweile haben wir insgesamt 25 genetische und 23 Foto-Nachweise gesammelt. Neueste genetische Auswertungen zeigen nun, dass eine Wildkatze aus dem Thayatal auch eng mit den Wildkatzen in der Wachau verwandt ist. Bei einer besteht sogar eine Geschwister- oder Eltern-Kind-Beziehung. Daraus lässt sich schließen, dass diese über Wanderkorridore von der Wachau ins Thayatal gelangt ist. Dieser Nachweis ist insofern eine kleine Sensation, weil er ein Beweis dafür ist, dass die Wanderkorridore intakt sind und auch genutzt werden. In einer neuen Pilotstudie wird nun erstmals die Lebensraumnutzung und das Wanderverhalten der Tiere genauer untersucht“.

Dazu wurden zwei Findlingskatzen aus Frankreich in den Nationalpark gebracht, mit Sendern ausgestattet und heute – vorerst in einem Gehege – ausgewildert. Die Sender sind ein Jahr lang aktiv, das Halsband fällt mittels einer Sollbruchstelle nach Ablauf dieser Frist ab. In dieser Zeit sollen die Daten Aufschlüsse über den Bewegungsradius geben – bei weiblichen Tieren beträgt die Reviergröße im Durschnitt 300 bis 500 Hektar, bei männlichen 1.200 bis 2.000 Hektar.

Nähere Informationen beim Büro LHSt. Pernkopf unter 02742/9005-12704, Jürgen Maier, und e-mail lhstv.pernkopf@noel.gv.at bzw. beim Nationalpark Thayatal unter 02949/7005, e-mail office@np-thayatal.at und www.np-thayatal.at.

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