Sima/Czernohorszky/Lamp: Hipp, hipp, hurra! Das Hippviertel in Ottakring wird klimafit!

Raus aus dem Asphalt: 1.300 m² Entsiegelung, 27 neue Bäume und mehr Aufenthaltsqualität im Brunnenmarkt-Grätzl

Raus aus dem Asphalt: In der ganzen Stadt wird entsiegelt, begrünt und gekühlt. So auch in Ottakring, wo mit dem Klimaboulevard Thaliastraße schon ein großes Projekt umgesetzt wurde. Und nun geht es munter weiter: das nahe beim Gürtel gelegene und stark verbaute Hippviertel beim Brunnenmarkt wird klimafit! Die Umgestaltung geht auf ein Projekt des Wiener Klimateams zurück und soll bis Ende des Sommers fertig sein.

27 neue Bäume bekommen im Hippviertel ein neues Zuhause, dazu kommen Sträucher, Gräserbeete, Sitzmöbel, Wasserspiel und Trinkbrunnen. Insgesamt entstehen fast 500 m2 neue Grünfläche. Die Brunnengasse wird dazu im Abschnitt von der Thaliastraße bis zur Menzelgasse zur Fußgängerzone. Die Begrünungsoffensive zieht sich weiter in die angrenzende Menzelgasse sowie die Hippgasse. Damit bekommt das Hippviertel bis Ende des Sommers ein völlig neues Gewand.

„Wir befinden uns aktuell im größten Transformationsprozess der Geschichte, wir entsiegeln, begrünen und kühlen und es freut mich, dass auch in meinem Heimatbezirk Ottakring so viele Projekte umgesetzt werden. Das Hippviertel ist ein Paradebeispiel, wie aus Straßenabschnitten ein hochwertiger Aufenthaltsraum im Freien entsteht. Davon profitieren die Anrainer*innen und auch die Marktbesucher*innen, die sich nach dem Flanieren über den Brunnenmarkt auf einem der neuen Bankerl ausruhen können“, so Planungsstadträtin Ulli Sima.

Entstanden ist die Idee für ein klimafittes Hippviertel im Rahmen des Wiener Klimateams, bei dem Bürger*innen Vorschläge für ein nachhaltiges Grätzl einbringen konnten. Gemeinsam mit Expert*innen der Stadt wurden die Ideen zu Projekten ausgearbeitet und schließlich von einer repräsentativen Bürger*innen-Jury ausgewählt.

„Die Umgestaltung des Viertels rund um die Hippgasse ist ein gutes Beispiel, wie wirkungsvoll Beteiligung ist. Angestoßen von Ideen des Wiener Klimateams verändert sich nun ein ganzes Grätzl zum Positiven. Neue Bäume, Trinkbrunnen und ein Wasserspiel kühlen das Viertel im Sommer, mehr Sitzgelegenheiten schaffen Platz fürs Beieinandersitzen und Plaudern. Das ist sozialer Klimaschutz: gut fürs Klima und gut für die Menschen“, sagt Klimastadtrat Jürgen Czernohorszky.

BRUNNENGASSE WIRD FUSSGÄNGERZONE

Von der Thaliastraße bis zur Menzelgasse wird die Brunnengasse in eine Fußgängerzone verwandelt. Hier werden 9 neue Bäume in großzügigen Grünflächen gesetzt und sorgen somit für ein besseres Klima im dicht bebauten Grätzl. Ein Wasserspiel und drei Trinkbrunnen sorgen zusätzlich für Kühlung.

Zum Einsatz kommt eine helle Pflasterung, wie sie auch in der kreuzenden Thaliastraße eingesetzt wurde. So kann einerseits Regenwasser besser versickern und gelangt an die Wurzeln der Bäume, die besonders in der heißen Jahreszeit viel Wasser benötigen. Gleichzeitig heizen sich die hellen Pflastersteine nicht so stark auf, was sich positiv auf das Mikroklima der Gasse auswirkt.

„2022 waren wir als Pilotbezirk beim Wiener Klimateam dabei und haben zahlreiche tolle Ideen der Ottakringerinnen und Ottakringer zu ihrem Bezirk kennengelernt. Jetzt werden die Ideen und Wünsche nach und nach umgesetzt. Die Realisierung des von der Jury gekürten Siegerprojekts im Hippviertel ist ein wichtiger Schritt, um die Aufenthaltsqualität im dicht besiedelten öffentlichen Raum deutlich zu attraktivieren. Mehr Grün bedeutet außerdem nicht nur eine Verbesserung der Lebensqualität, sondern auch einen wertvollen Beitrag zur Klimaanpassung und die Schaffung einer nachhaltigen und lebenswerten Umgebung für alle.“, sagt Stefanie Lamp, Bezirksvorsteherin von Ottakring.

HIPPES VIERTEL: AUCH MENZELGASSE UND HIPPGASSE WERDEN AUFGEWERTET

5 Bäume werden in der kreuzenden Menzelgasse und sogar 13 Bäume in der Hippgasse gepflanzt. Auch hier wird es viele Sitzgelegenheiten geben. Ein Schachtisch in der Menzelgasse und ein Mühletisch in der Hippgasse runden das Angebot ab.

12 zusätzliche Radbügel im Projektbereich erschließen den Brunnenmarkt und das Hippviertel noch besser für die klimafreundliche Mobilität.

TEMPELHÜPFEN UND SITZHOCKER

Besonderes Highlight im ganzen Gebiet: Bunte Bodenbemalungen, die einzelne Elemente miteinander verbinden und in bunte Würfel übergehen. Diese können als Sitzgelegenheit oder als Tisch genutzt werden.

STEIGERUNG DER SICHERHEIT FÜR RADVERKEHR

Die Hasnerstraße wird künftig ab der Hippgasse als Einbahn geführt. Somit wird das Grätzl verkehrsberuhigt und der Autoverkehr kann vom Gürtel nicht mehr in die Hasnerstraße abbiegen. Damit steigt die Sicherheit für die Verkehrsteilnehmer*innen insbesondere der Radahrer*innen.

THALIASTRASSE WURDE MIT ÜBER 240 BÄUMEN ZUM KLIMABOULEVARD

Auch die Thaliastraße wurde seit 2021 einem Makeover unterzogen und zwar vom Gürtel bis zur Huttengasse. Die Neugestaltung fand in 3 Etappen statt und wird bis Sommer 2025 abgeschlossen sein. Auf einer Länge von 2 Kilometern gibt es rund 180 Bäume, 37 Nebelstelen und zahlreiche Mikrofreiräume aus den ersten beiden Bauetappen. Der letzte Abschnitt zwischen Huttengasse und Johann-Staud-Straße wird im Sommer diesen Jahres beendet sein. In diesem Abschnitt werden 3.400 Quadratmeter Asphalt entsiegelt und 62 neue Bäume werden gepflanzt.

BRUNNENMARKT BOOMT

Der Brunnenmarkt ist der längste Straßenmarkt Wiens. Auf bis zu 170 Ständen von der Thaliastraße bis zur Ottakringer Straße gibt es ein buntes Angebot an regionalem Obst und Gemüse bis hin zu Wiener Kaffeespezialitäten und Blumen. Der Brunnenmarkt ist mit 101.274 Besucher*innen in der Woche die Nummer 1 der meistbesuchten Märkte in Wien. Das hat die letzte Erhebung 2024 ergeben.

REKORDOFFENSIVE RAUS AUS DEM ASPHALT

Im Rahmen der Lebenswerten Klimamusterstadt wurden seit 2021 bereits 320 RAUS AUS DEM ASPHALT-PROJEKTE in allen 23 Bezirken mit Entsiegeln, Begrünen und Kühlen umgesetzt oder in Umsetzung gebracht. Dazu zählen auch die Thaliastraße und das Hippviertel dazu. Der 100 MILLIONEN EURO FÖRDERTOPF DER LEBENSWERTEN KLIMAMUSTERSTADT wurde ausgeschöpft und damit wertvolle begrünte Fläche geschaffen. Für ganz Wien heißt das in Zahlen:

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243.000 qm Gesamtfläche an Parks und Grünflächen wurden neu geschaffen oder umgestaltet. Das entspricht 34 Fußballfeldern.

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Begrünung von mehr als 74.000 qm im Straßenraum und auf Plätzen

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3.004 neue Bäume

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2.500 neue Sitzgelegenheiten

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Mehr als 1.930 qm an neuen Wasserspielen

Mehr Informationen zu allen Projekten unter

Geschäftsgruppe Innovation, Stadtplanung und Mobilität
Elisabeth Auer
Mediensprecherin
Telefon: 0676/8118 81359
E-Mail: elisabeth.auer.ea1@wien.gv.at

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