
AUGE/UG: Bildungskarenz braucht Reform – nicht Abschaffung!
Unabhängige Gewerkschafter*innen für eine Reform der neuen Regelungen mit sofortiger Etablierung einer Bildungskarenz, und für ausreichende Kinderbetreuungsplätze
Bildungskarenz ist für gut ausgebildete ebenso wie für weniger qualifizierte Menschen eine Notwendigkeit – um mit den laufenden Veränderungen in Wirtschaft, Technologie und Arbeitswelt Schritt halten zu können. Sie war auch ein wichtiges Mittel für Eltern, um fehlende Strukturen zu kompensieren und bildungstechnisch am Ball zu bleiben.
Die Aussetzung und die nun vorgestellten Änderungen beheben diese strukturellen Probleme keinesfalls. Bildung darf keine Belohnung für Fleißige oder Strafe für Normalarbeitende sein. Weiterbildung in ausreichendem Umfang ist – vor allem bei Mehrfachbelastung durch Beruf und Familie – ohne Bildungskarenz oft nicht leistbar.
“Bildungskarenz, eine Sparmaßnahme? Schutz vor Missbrauch? Wie unsinnig ist das denn!”, kritisiert Stefan Taibl, Bundessprecher der AUGE/UG und: “Reformen sind grundsätzlich zu begrüßen. Kritik verdient aber nicht, wer als Elternteil das Angebot genutzt hat, sondern jene, die trotz Bewilligungsverfahren tatenlos dem Entstehen fragwürdiger Bildungsangebote zugesehen haben.”
Die AUGE/UG hätte sich hier deutlich mehr Wirbel seitens der Arbeitnehmer*innenvertretung erwartet. Bildung braucht kontinuierliche Förderung – zum Nutzen aller!
AUGE/UG – Alternative, Grüne und Unabhängige Gewerkschafter*innen
Telefon: +43 1 5051952
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