EILMELDUNG – Tierschutz Austria appelliert: Maul- und Klauenseuche jetzt stoppen – statt hunderttausende Tiere später Notzuschlachten

Offener Brief an Gesundheitsministerin Korinna Schumann

Die Maul- und Klauenseuche (MKS) steht aktuell unmittelbar vor den Toren Österreichs. In mehreren Drittstaaten häufen sich die Ausbrüche – mit unabsehbaren Konsequenzen für unsere Nutztiere, die Landwirtschaft und das Tierwohl.

Bei der Maul- und Klauenseuche handelt es sich um eine hochansteckende Virusinfektion, die Klauentiere wie Rinder, Schweine, Schafe und Ziegen befällt – ebenso wie Wild- und Zootiere. Schon kleinste Virusmengen reichen für eine Ansteckung aus. Für den Menschen ist MKS ungefährlich, doch für Tiere bedeutet sie schweres Leid, langfristige Schäden oder den Tod.

EIN EINZIGER EINSCHLEPPUNGSFALL KANN MASSIVE SEUCHENZÜGE, FLÄCHENDECKENDE NOTSCHLACHTUNGEN UND EXPORTSTOPPS ZUR FOLGE HABEN. ES DROHEN TIERLEID, WIRTSCHAFTLICHER RUIN FÜR BETRIEBE UND EIN NACHHALTIGER VERTRAUENSVERLUST IN UNSERE LEBENSMITTELPRODUKTION.

Die Lösungen liegen auf der Hand – und doch fehlt es bislang an entschlossenem Handeln.

Tierschutz Austria fordert daher die sofortige Einberufung eines runden Tisches unter Beteiligung des Gesundheits-, Landwirtschafts- und Innenministeriums, der Landwirtschaftskammern und der Tierärztekammer. ZIEL MUSS ES SEIN, DEN IMPORT- UND TRANSITVERKEHR AUS MKS-RISIKOGEBIETEN UMGEHEND ZU UNTERBINDEN UND ÖSTERREICHS TIERBESTÄNDE WIRKSAM ZU SCHÜTZEN.

FOLGENDE MASSNAHMEN STEHEN GESUNDHEITSMINISTERIN KORINNA SCHUMANN ZUR VERFÜGUNG:

* Erlass eines sofortigen Importverbots für lebende Tiere, tierische Nebenprodukte, Fleisch- und Milchprodukte aus Ländern mit bestätigten MKS-Ausbrüchen.
* Transitverbot durch österreichisches Staatsgebiet für Tiertransporte aus diesen Regionen – selbst bei Nichtentladung –, um eine Einschleppung über Transportmittel oder kontaminierte Materialien zu verhindern.
* Verstärkte Grenzkontrollen und verpflichtende Desinfektionsmaßnahmen AN ALLEN RELEVANTEN EINREISEPUNKTEN, insbesondere für landwirtschaftliche Fahrzeuge und Güter.
* Ein vorübergehendes Verbot grenzüberschreitender Reitturniere, Jagdreisen sowie anderer Veranstaltungen mit Tierverkehr aus bzw. in betroffene Länder. Diese Aktivitäten stellen ein unnötiges Risiko für eine indirekte Einschleppung von MKS über kontaminierte Ausrüstung, Fahrzeuge oder tierische Ausscheidungen dar.

Frau Bundesministerin Schumann, handeln Sie umfassend und sofort.

Noch haben wir wenige Stunden Zeit. Unterschätzen Sie nicht die Gefahr. Diese Krankheit, einmal eingeschleppt, lässt sich nicht mehr kontrollieren.

Jetzt ist der Moment, in dem entschlossenes Handeln Tierleben rettet, bäuerliche Existenzen schützt und Österreich vor einer nationalen Tierseuchenkatastrophe bewahrt.

Tierschutz Austria bietet ausdrücklich seine Kooperation an.

Auch unsere Tiere in den Tierheimen – viele davon ehemalige Nutztiere oder Tiere vom Land – sind betroffen. Der Schutz aller Tiere in Österreich braucht eine gemeinsame, rasche und wirksame Antwort.

Tierschutz Austria
Mag. Martin Aschauer
Telefon: 0699-16604075
E-Mail: martin.aschauer@tierschutz-austria.at
Website: https://www.tierschutz-austria.at/

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