
Taucher/Abrahamczik (SPÖ): „Wien ist Klimaschutzvorreiterin – wir haben Klimaschutz als erstes Bundesland gesetzlich verankert!“
Roter Rathausklub wehrt sich gegen einseitige Kritik von GLOBAL 2000 und betont: Wien steht für echten, sozial gerechten und wissenschaftlich fundierten Klimaschutz.
„Wir in Wien verfolgen eine Vision: Klimaneutralität bis 2040. Deshalb ist Wien das erste Bundesland mit einem eigenen Klimagesetz, das unseren Klimafahrplan mit über 100 Maßnahmen gesetzlich verankert. Wir wollen die Lebensqualität aller Wiener*innen sichern. Während andere noch reden, handeln wir – und zwar Seite an Seite mit den Wiener*innen. Wir haben das Gas-Aus im Neubau durchgesetzt, der Energieverbrauch wurde um 33 Prozent pro Kopf gesenkt und der Treibhausgasausstoß wurde um 12 Prozent verringert. Innerhalb von drei Jahren haben wir die Sonnenstromleistung der Stadt verfünffacht und mit dem Programm Raus aus Gas bereits über 100 Projekte auf Schiene gebracht und diese Initiative um weitere 100 Projekte erweitert. Das ist kein PR-Programm, das ist gelebter Klimaschutz – verankert im Wiener Klimagesetz, getragen von der Stadt, umgesetzt im Grätzl“, betont SPÖ-Klubvorsitzender und Energiesprecher Josef Taucher, in Reaktion auf die einseitige Kritik der NGO GLOBAL 2000.
„Wir haben in den letzten Jahren mehr als 500.000 m² neue oder klimagerecht umgestaltete Grünflächen geschaffen, bis zum Ende des Jahres werden wir insgesamt 25.000 Bäume gepflanzt haben und mit dem Programm Lebenswerte Klimamusterstadt über 320 Projekte zur Abkühlung und Begrünung finanziert, umgesetzt oder in Planung. Das alles passiert nicht irgendwo – das passiert direkt vor den Haustüren der Wiener*innen, weil uns jede Straße, jeder Platz und jedes Grätzl wichtig ist. Wer unsere Anstrengungen und Maßnahmen kleinredet, ignoriert Fakten – und das zu einem Zeitpunkt, an dem es um nichts weniger geht als um die Lebensqualität von zwei Millionen Wiener*innen“, hebt Nina Abrahamczik, Vorsitzende des Klimaausschusses im Wiener Gemeinderat, hervor.
KLIMAFAHRPLAN ALS KOMPASS FÜR KLIMASCHUTZ – JETZT AUCH MIT KLIMAGESETZ GESETZLICH VERANKERT
„Der Klimafahrplan Wiens mit über 100 konkreten Klimaschutzmaßnahmen ist längst zum grundlegenden Arbeitsbuch für kommunalen Klimaschutz geworden. Und wir haben ihn im Wiener Klimagesetz rechtlich verankert – weil Klimaschutz nicht nur ein Ziel, sondern eine Verpflichtung ist“, sagt Abrahamczik.
„Wir gehen diesen Weg mit einer klaren Vision: Wir wollen, dass Wien auch 2040 noch die lebenswerteste Stadt der Welt ist – mit guter Luft, viel Grün, leistbarer Energie und klimafreundlicher Mobilität. Uns geht es nicht nur um ein gutes Heute oder Morgen, sondern um ein gutes Übermorgen und eine enkelgerechte Zukunft!“, so Taucher.
BILANZ: KLIMASCHUTZ MIT WIRKUNG
Die Zahlen sprechen für sich:
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-12 % TREIBHAUSGASAUSSTOSS,
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-33 % ENERGIEVERBRAUCH PRO KOPF SEIT 2005,
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beides DOPPELT SO STARK WIE IM ÖSTERREICH-SCHNITT – trotz Bevölkerungswachstum in Wien.
„Das ist kein Zufall. Das ist das Ergebnis unserer konsequenten Wiener Politik für Klimaschutz, Lebensqualität und soziale Gerechtigkeit. Unsere Klimaschutzpolitik wirkt – und sie wirkt für alle Wiener*innen“, betont Taucher.
„Besonders stolz bin ich auf das klare Aus von Öl- und Gasheizungen im Neubau. In Wien ist das längst Realität“, erklärt Taucher. Mit dem Wärmeplan 2040 wurde eine fundierte, transparente Grundlage für die Wärmewende geschaffen. Parallel läuft das Programm „Raus aus Gas“ mit inzwischen über 100 Projekten, die auf 200 Projekte erweitert wird.
„2020 hatten wir 50 Megawattpeak – heute sind es über 250 MWp, mit mehr als 13.000 PV-Anlagen und versorgen damit 72.000 Haushalte mit sauberer Energie. Das ist fünfmal so viel Leistung in nur drei Jahren!“, so Taucher. 57.000 Tonnen CO2 werden damit eingespart. Bis 2030 will Wien auf 800 MWp steigern – ein Viertel aller Haushalte mit Sonnenstrom.
„Das Förderbudget der Stadt wurde 2024 auf 15 Millionen Euro angehoben. Wir investieren gezielt dort, wo die Wiener Wertschöpfung maximiert wird – etwa bei Photovoltaikanlagen auf Dächern. Die Kritik an fehlender Förderung für Balkonmodule geht daher ins Leere. Denn: Klimaschutz muss auch wirtschaftlich sinnvoll sein“, kontert Taucher.
GRÜNRAUMOFFENSIVE: WIEN WIRD KÜHLER, GRÜNER UND LEBENSWERTER UND SETZT AUF NACHHALTIGE MOBILITÄT
„In Wien machen wir Klimaschutz sichtbar – mit jedem neu gepflanzten Baum, jedem entsiegelten Quadratmeter Asphalt, jedem neu geschaffenen Park“, so Abrahamczik.
Bisherige Bilanz in den vergangenen fünf Jahren:
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500.000 m² neue oder umgestaltete Grünflächen inkl. Park der Artenvielfalt,
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25.000 neue Bäume bis zum Jahresende,
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über 320 Klimaprojekte in allen 23 Bezirken,
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100 Mio. Euro in das Förderprogramm zur Klimamusterstadt investiert,
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170.570 m² entsiegelt.
„75 Prozent aller Wege in Wien werden heute klimafreundlich mit den günstigen Öffis, dem Fahrrad oder zu Fuß zurückgelegt – das ist europäische Spitze. Das zeigt den erfolgreichen Weg unserer konsequenten Politik. Wir haben rund 100 Kilometer neue Radwegeinfrastruktur mit sicheren Verbindungen in fünf Jahren geschaffen, allein 24 Kilometer sind für heuer geplant. Das 365-Euro-Ticket ist seit mehr als 12 Jahren preislich nicht angepasst worden, das ist ein Vorzeigeprojekt für Klimaschutz. Mit verkehrsberuhigten Zonen, Klimahighways und autofreien Grätzln machen wir Wien noch lebenswerter. Wir setzen auf das, was wirkt: Öffis, Radwege und begrünte Stadtteile, wo der nächste Supermarkt, die Schule und der Park zu Fuß erreichbar sind“, so Abrahamczik.
AUSBLICK: WIEN BLEIBT AUF KLIMAKURS
„Wir ruhen uns nicht auf Erfolgen aus. Unsere Grünraumoffensive 2.0 bringt nochmals 400.000 m² Grün mit Neu- und Umgestaltungen. Mit dem Naturschutzareal Breitenlee schaffen wir auf 90 Hektar neue Lebensräume für Flora und Fauna. Die Donaustadt bekommt mit dem Park der Artenvielfalt 11 Hektar naturnahe Erholungsfläche im Grünen. Eine eigene Biodiversitätsstrategie ist in Arbeit, damit wir die EU-Verordnung zur Wiederherstellung der Natur umsetzen können“, so Taucher. Wien hat 2024 maßgeblich dazu beigetragen, dass Österreich im Juni für das EU-Renaturierungsgesetz gestimmt hat und das Gesetz damit EU-weit durchgegangen ist. Wiens Bürgermeister Michael Ludwig hat die Tür für den Beschluss dieses wichtigen Gesetzes geöffnet, indem er sich in der Riege der Bundesländer gemeinsam mit Kärnten für das Gesetz ausgesprochen hat. Die Renaturierungen entlang des Liesingbachs und des Wienflusses zeigen, wie umfassend Wien in den Schutz und die Wiederherstellung natürlicher Lebensräume und für den Schutz von Artenvielfalt und Biodiversität investiert.
Und 2025 ist das Jahr der Kreislaufwirtschaft: Der Wiener Reparaturbon – das Original, das für die Bundesregierung Motivator war – geht in die nächste Runde. Der Reparaturbon wurde 2020 ins Leben gerufen und im Rahmen der Aktion wurden 48.000 Gegenstände repariert, dadurch wurden 3.200 Tonnen CO2 und rund 10.000 Tonnen an Ressourcen eingespart. Noch heuer entsteht eine neue Strategie zum „Wiener Weg der Ressourcenschonung und Kreislaufwirtschaft“. Sie ist die Grundlage für die Fortschreibung des Wiener Klimafahrplans, in dem Kreislaufwirtschaft im Zentrum stehen wird. „Unser erklärtes Ziel: eine Stadt ohne Verschwendung, in der Reparieren, Wiederverwenden und Recycling ebenso zur Normalität zählen wie eine erneuerbare Energieversorgung“, so Taucher.
KLARE HALTUNG ZU POPULISMUS
„Den Klimawandel zu ignorieren heißt, mit dem Feuer zu spielen. Aber auch Klimapopulismus bringt uns nicht weiter. Uns geht es um echten, sozial gerechten Klimaschutz – nicht um Ideologie. Bei wichtigen Themen wie dem Klimaschutz müssen alle an einem Strang ziehen“, so Taucher.
„Wir stehen zu einem offenen Diskurs. Wer Wiens Klimapolitik pauschal infrage stellt, missachtet das Engagement tausender Menschen, die täglich an der klimafitten Zukunft unserer Stadt arbeiten“, sagt Abrahamczik abschließend.
„Das lebenswerte Wien muss ein Dauerzustand sein. Und genau daran arbeiten wir – Schulter an Schulter mit zwei Millionen Wiener*innen, heute, morgen und übermorgen für eine enkelgerechte Zukunft!“, schließt Taucher.
(schluss) sh
Sarah Hierhacker, MA
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