Hautentzündungen können allergisches Asthma verstärken

Verbindung zwischen bakteriellen Infektionen und allergischen Erkrankungen entdeckt

EINE VORÜBERGEHENDE BAKTERIELLE INFEKTION DER HAUT KANN DAS IMMUNSYSTEM LANGANHALTEND VERÄNDERN UND ALLERGIEBEDINGTE ENTZÜNDUNGEN VERSTÄRKEN. DAS ZEIGT EINE AKTUELL IM TOP-JOURNAL „SCIENCE IMMUNOLOGY“ PUBLIZIERTE STUDIE UNTER LEITUNG DER MEDIZINISCHEN UNIVERSITÄT WIEN UND DES CEMM FORSCHUNGSZENTRUMS FÜR MOLEKULARE MEDIZIN. DIE FORSCHUNG ENTHÜLLT EINE BISLANG UNBEKANNTE VERBINDUNG ZWISCHEN HAUT, KNOCHENMARK UND LUNGE UND STELLT DIE ENTWICKLUNG NEUER BEHANDLUNGSSTRATEGIEN FÜR ALLERGISCHE ERKRANKUNGEN WIE ASTHMA IN AUSSICHT.

Das Forschungsteam untersuchte in einem Mausmodell, wie eine lokale Infektion mit Staphylococcus aureus (S. aureus) das Immunsystem beeinflusst. S. aureus ist ein weltweit verbreitetes Bakterium, das sowohl als harmloser Hautbesiedler als auch als Krankheitserreger auftreten kann. Die Forschenden fanden heraus, dass in Folge einer S. aureus-Hautinfektion nicht nur typische Immunzellen (neutrophile Granulozyten), die für die Abwehr von Bakterien bekannt sind, in die entzündete Stelle einwanderten. Auch Eosinophile konnten nachgewiesen werden, eine Spezialeinheit weißer Blutkörperchen, die eine wichtige Rolle bei allergischen Erkrankungen spielen. Besonders bemerkenswert: Die Hautinfektion veränderte langfristig das Knochenmark, in dem Eosinophile gebildet werden. „Unsere umfangreichen Analysen zeigten, dass die aus infizierten Mäusen stammenden Eosinophilen eine langanhaltende veränderte, entzündungsfördernde Signatur aufwiesen. Diese Prägung blieb auch lange nach der Heilung der Hautinfektion bestehen“, berichtet Erstautorin Mariem Radhouani (Universitätsklinik für Innere Medizin I der MedUni Wien und CeMM).
VERSTÄRKTE REAKTION AUF HAUSSTAUBMILBEN-ALLERGENE

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