FPÖ – Kickl: „Die Volkskanzlerschaft kommt mit der entsprechenden Durchschlagskraft!“

FPÖ-Bundesparteiobmann Herbert Kickl gratuliert Manfred Haimbuchner zur Wiederwahl als Landesparteiobmann

Beim heutigen Landesparteitag der Freiheitlichen in Oberösterreich zeigte sich FPÖ-Bundesparteiobmann Herbert Kickl über die große Zustimmung für Manfred Haimbuchner erfreut und gratulierte ihm herzlich zur erneuten Wahl zum Landesparteiobmann der FPÖ Oberösterreich. „Nicht meine Rede an diesem Landesparteitag ist der Höhepunkt, sondern der Höhepunkt war Eure eindrucksvolle Wiederwahl Eures Parteiobmannes mit einem eindrucksvollen Vertrauensbeweis. Ich gratuliere Dir dazu, lieber Manfred“, so Herbert Kickl am Anfang seiner Rede.

„Ihr seid ein ganz hervorragendes, starkes und schlagkräftiges Team, ohne diesem wäre die Freiheitliche Partei auf Bundesebene nicht so stark, wie wir es gegenwärtig sind“, betonte Kickl und weiter: „Ich bedanke mich auch bei Dir, lieber Manfred für Deinen Beitrag für die freiheitliche Familie, die in ganz Österreich immer größer wird. Du hast schon in jungen Jahren Verantwortung übernommen und hast es auch nicht immer leicht gehabt. Einmal waren die äußeren Rahmenbedingungen besser, dann wieder ausgesprochen schwierig, aber Du hast Dich nie biegen lassen. Du hast einmal gesagt, dass die Hainbuche ein ganz besonderer Baum sei. Und wenn man nachliest, wie die Hainbuche beschrieben wird, dann erfährt man: Die Hainbuche ist zäh, robust, widerstandsfähig, man kann sie nicht leicht spalten und sie ist resistent gegen Stoß und Reibung. So stellt man sich einen Politiker vor. Der politische Haimbuchner blüht nicht nur einmal im Jahr, sondern hat Ganzjahresblüte.“

„Du hast die freiheitliche Landespartei zu einem Kraft- und Kompetenzzentrum innerhalb der freiheitlichen Familie aufgebaut. Du hast mit Deiner Mannschaft für Dein Heimatland für Alt und Jung, Stadt und Land schon sehr viel Gutes erreicht. Ich wünsche mir mehr solche Politiker, die mit so einem Verantwortungsbewusstsein ausgestattet sind. Am heutigen Tag werden auch die Weichen für die Zukunft neu gestellt. Die nächste Stufe muss nun lauten: Landeshauptmann Manfred Haimbuchner, die FPÖ muss stimmenstärkste Partei in Oberösterreich werden. Der letzte zu dem ich das in dieser Deutlichkeit und Vehemenz gesagt habe, war Mario Kunasek – wir wissen, was daraus geworden ist. Und genauso soll es bei den nächsten oberösterreichischen Landtagswahlen auch aussehen“, betonte Kickl.

„Mit der Zeit habe ich gelernt, dass ein guter Freiheitlicher in den Augen des Systems ein angepasster und schwacher Freiheitlicher ist. Das Ganze hat aber den Nachteil, dass man dafür mitunter die Positionen der eigenen Bevölkerung verraten muss und dazu bin ich aber nicht bereit“, betonte Kickl und weiter: „Es mag schon sein, dass Sebastian Kurz, der relativ schnell wie eine Sternschnuppe verglüht ist, dem einen oder anderen in der ÖVP ganz gut gefällt. Hin und wieder schaue ich auch noch in die Bibel und wenn man das alles zusammenfasst, was man da liest, dann merkt Euch: Das Böse kommt immer in der Gestalt des Schönen, des Verführerischen und des Jugendlichen daher. Und Ihr habt gesehen, dass die Bibel Recht gehabt hat, auch mit der Prophezeiung im Zusammenhang mit Sebastian Kurz.“

„Ich gebe mich mit den 29 Prozent, die wir bei der letzten Nationalratswahl erreicht haben, nicht zufrieden. Wir haben nämlich in der Zwischenzeit gesehen, was alles möglich ist, wenn wir treu unserer Überzeugung und Linie bleiben. Wenn wir nicht nachlassen und wenn wir groß von uns selber denken und das nicht überheblich, dann wissen die Menschen, dass sie in uns einen verlässlichen starken Partner haben. Und dann ist der „Dreier“, aber auch der „Vierer“ vorne möglich – es müssen nur die Rahmenbedingungen stimmen. Ich bin guter Dinge, dass wir das zusammenbringen werden“, betonte der FPÖ-Bundesparteiobmann.

„Gegenwärtig durchleben wir eine herausfordernde, gefährliche und chaotische Zeit. Das gilt nicht nur für Österreich, sondern auch für Europa und weite Teile der Welt. Das allein wäre schon schlimm genug, aber das Tragische in der Zeit ist nämlich, dass wir von Personen regiert werden, die dieser Situation nicht gewachsen sind. Das ist eine brandgefährliche Mischung. Da gibt es eine riesige Kluft zwischen dem, was notwendig im Interesse der eigenen Bevölkerung ist, und dem, was die Herrschaften zu leisten in der Lage sind. Wenn man sich nun diese Performance ansieht, dann erkennt man, dass diese Herrschaften irgendwie keinen Plan haben. Es fehlt auch der Zug zum Tor und es fehlt an Visionen. Es gibt keine Leidenschaft und keine Begeisterung, die auf die Bevölkerung überspringt, um die Bevölkerung in dieser schwierigen Situation mitnehmen zu können. Diese größte und teuerste Regierung aller Zeiten ist nur eine Ansammlung von Neuwahlflüchtlingen – es gibt keinen Plan, keine Vision sowie kein Herzblut. Aber von einem haben sie zu viel und das ist Angst. Angst bestimmt ihr Denken, ihr Leben, ihr Handeln. Angst vor den Wählern, vor der FPÖ, vor Machtverlust, vor Veränderung und vor der Wahrheit“, sagte Kickl.

„Aber wir brauchen Mut, Freiheitsliebe, Selbstbewusstsein sowie Lust und Freude an der Veränderung, auch Optimismus und eine patriotische Leidenschaft. Vor allem brauchen wir auch Ehrlichkeit und Herzlichkeit gegenüber der eigenen Bevölkerung. Das wird gebraucht, um zwei Dinge zu machen: Erstens, um den Karren, den sie in den Dreck hineinmanövriert haben, herausziehen zu können. Zweitens lautet die große Aufgabe, dass wir das Land vom Tabellenende in Europa wieder an die Spitze bringen. Dafür braucht es die FPÖ. Deshalb verspürt diese Verlierer-Ampel unsere große freiheitliche Kraft. Je früher es dieses Werkel zerreißt, desto besser für das Land. Dann beginnt eine gute Ära für Österreich“, sagte Kickl und weiter: „Ich sage Euch wir werden diesen Sprung ins Kanzleramt machen, aber dann unter geänderten und starken Voraussetzungen, so wie es notwendig ist, um in diesem Land etwas bewegen zu können.“

Im weiteren Verlauf seiner Rede zog der FPÖ-Bundesparteiobmann auch eine Bilanz, was seit der Nationalratswahl passierte, und rechnete mit der schwarz-rot- pinken Regierung ab. „Jetzt haben wir diese Verlierer-Ampel. Jetzt müssen sie aber in allen zentralen politischen Bereichen liefern. Es gibt in dieser Regierung nur einzelne Gestalten, die ihr Unwesen auf der politischen Bühne treiben – im Inland und im Ausland, wenn ich etwa an die „NATO-Beate“ denke. Wir haben auch den Herrn Stocker, der seinen Antrittsbesuch in Brüssel körperlich auf dem roten Teppich und geistig unter dem Teppich absolvierte. Unser Finanzminister hat nichts anderes zu tun, als das EU-Defizitverfahren schönzureden, von dem die ÖVP in den Verhandlungen mit uns noch überzeugt war, dass es so ziemlich das Schlimmste ist, was passieren kann. Innenminister Karner treibt sich an einer Nebenfront herum, indem er den Familiennachzug nicht stoppt, wie er sagt, sondern lediglich aussetzt. Und der Babler ist aus meiner Sicht nur deshalb aufgefallen, dass er sich über ein Fernsehformat aufgeregt hat. Und sich selbst als Retter der Frauen ausrief, indem er auf ein Unterhaltungsformat, das sich niemand ansehen muss, hinschimpfte. Es war aber eben seine Partei, die 2015 die Türen sperrangelweit aufgemacht und uns diese Belästigungen, Vergewaltigungen und andere negativen Dinge gebracht hat. Wie heuchlerisch und unehrliche kann man nur sein“, sagte Kickl.

„Ich denke, ich hoffe und ich wünsche es mir, dass es diese Ampel bald zerreißt – das ist mein innigster Wunsch. Es wäre nämlich das Beste für unser Land. Jetzt ist die Einheitspartei für jeden sichtbar, erkennbar und greifbar. Jetzt ist vollkommen klar, dass sie alle unter einer Decke stecken, und die Grünen sind im Geiste mit dabei. Damit haben wir diejenige Ausgansposition, die wir brauchen. Die Verlierer-Ampel auf der einen Seite und auf der anderen Seite die FPÖ als Stimme des Volkes, die die Interessen Österreichs ins Zentrum ihrer Politik stellt. Das ist die Ausganslage für eine kommende Wahl. Nur unter dieser Voraussetzung wird diese Wahl zu einer Richtungswahl, bei der wir den Abstand zur ÖVP deutlich vergrößern werden. Da wird der Balken in ganz andere Dimensionen hinaufschnalzen, das ist dann eine Kampfansage an dieses System und die Verlierer-Ampel“, betonte der FPÖ-Bundesparteiobmann.

„Die Volkskanzlerschaft kommt. Sie kommt noch nicht jetzt, aber sie kommt. Und sie kommt dann mit der entsprechenden Durchschlagskraft. Das ist der entscheidende Punkt, sie kommt so sicher, wie das Amen im Gebet. Fühlen, wie die große Mehrheit der Bevölkerung fühlt, denken, wie die große Mehrheit der Bevölkerung denkt, reden, wie die große Mehrheit der Bevölkerung redet und handeln, wie die große Mehrheit der Bevölkerung handeln würde, wenn sie an unserer Stelle die politischen Möglichkeiten dazu hätte. Das ist das freiheitlich-demokratische Glaubensbekenntnis und aus meiner Sicht ist dies auch der einzige Schlüssel zu den Herzen der Menschen. Wenn wir damit eine Presche in Richtung Volkskanzlerschaft schlagen, dann schlagen wir auch eine Presche in Richtung Landeshauptmann Haimbuchner. Landeshauptmann 2027, das muss hinein in Eure Köpfe und in Eure Herzen. Das, was der Stelzer kann, das kannst Du schon lange, lieber Manfred“, betonte der FPÖ-Bundesparteiobmann.

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