
Fast 900.000 Gürtelrose-Impfdosen bereitgestellt – Gesundheitsministerium weist Kritik der Wiener Ärztekammer zurück
Königsberger-Ludwig: „Wir haben die Verantwortung mit dem Steuergeld der Österreicherinnen und Österreicher sorgsam umzugehen“
Das Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz (BMASGPK) weist die Kritik der Wiener Ärztekammer an der Versorgung und Verteilung der kostenlosen Gürtelrose-Impfung zurück. Seit dem Start des öffentlichen Impfprogramms wurden bereits FAST 900.000 DOSEN GÜRTELROSE-IMPFSTOFF bereitgestellt. Mit Stand 25. August 2026 sind rund 633.250 IMPFUNGEN IM E-IMPFPASS DOKUMENTIERT. Weitere Dosen befinden sich für die kommenden Monate im Ankauf.
„Die Nachfrage nach der Gürtelrose-Impfung ist seit dem Start des kostenlosen Programms enorm hoch. Das zeigt, wie groß das Interesse an Prävention ist. Früher hat diese Impfung für Patientinnen und Patienten rund 500 Euro gekostet – dass sie heute kostenlos verfügbar ist, ist ein wichtiger Schritt gegen eine Zweiklassenmedizin“, betont Gesundheitsstaatssekretärin Ulrike Königsberger-Ludwig.
REGELMÄSSIGE ABSTIMMUNG MIT ÄRZTEKAMMER UND LÄNDERN
Auch den Vorwurf mangelnder Transparenz bei Bestellung und Verteilung weist das Gesundheitsministerium zurück. Alle zwei Wochen findet ein gemeinsamer Termin mit Vertreterinnen und Vertretern der Bundesländer und der Ärztekammer statt, bei dem unter anderem über die Versorgung mit Impfstoffen aus dem öffentlichen Impfprogramm gesprochen wird.
„Wir stehen regelmäßig mit den Ländern und der Ärztekammer im Austausch und haben den Bestellprozess gerade wegen der hohen Nachfrage so gestaltet, dass möglichst viele impfende Einrichtungen zum Zug kommen“, so Königsberger-Ludwig.
Bei größeren Lieferungen wird zunächst für jede impfende Einrichtung eine garantierte Bestellmenge reserviert. Diese steht über einen festgelegten Zeitraum zur Verfügung. Erst danach werden verbleibende Mengen mit Bestelllimits freigegeben. Zusätzlich können sich Einrichtungen, die nicht zum Zug gekommen sind, auf eine Informationsliste setzen lassen und werden über weitere Bestellmöglichkeiten informiert.
NACHSCHUB VOM WELTMARKT – VERANTWORTUNGSVOLLER UMGANG MIT STEUERGELD
„Der Gürtelrose-Impfstoff wird international produziert und am Weltmarkt eingekauft. Österreich bestellt laufend nach, ist aber von den verfügbaren Produktionsmengen abhängig. Gleichzeitig haben wir die Verantwortung, mit dem Steuergeld der Österreicherinnen und Österreicher sorgsam umzugehen. Wir können Impfstoff nicht in beliebiger Menge und zu jedem Preis am Weltmarkt einkaufen“, erklärt Königsberger-Ludwig.
Das öffentliche Impfprogramm läuft bis 2028 und bleibt für die anspruchsberechtigte Bevölkerung kostenlos. „Wer eine Impfung möchte, bekommt sie. Dass zwischen einzelnen internationalen Lieferungen zeitweise nicht jede Ordination unmittelbar nachbestellen kann, bedeutet nicht, dass das Impfprogramm nicht funktioniert. Fast 900.000 bereitgestellte Dosen innerhalb weniger Monate zeigen das Gegenteil“, so Königsberger-Ludwig abschließend.
Alle Informationen zu den aktuellen Impfangeboten sowie eine Suche nach impfenden Einrichtungen finden Sie unter:
Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Pflege und
Konsumentenschutz
Jakob Kramar-Schmid, BA MA
E-Mail: jakob.kramar-schmid@sozialministerium.gv.at
Website: https://www.sozialministerium.gv.at/
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